Kinder- & Jugendtherapie

Verhaltenstherapie für Kinder und Jugendliche

Verhaltenstherapie ist ein wissenschaftlich anerkanntes psychotherapeutisches Verfahren, das ein ganzes Spektrum an Methoden umfasst. (Siehe auch allgemeinen Info zu VT ) Verhaltenstherapie wird bei den verschiedensten psychischen Erkrankungen im Kindes- und Jugendalter eingesetzt:

  • Depressionen
  • Angststörungen
  • Zwangsstörungen
  • ADHS
  • Störungen des Sozialverhaltens
  • Ticstörungen
  • Autismusspektrumstörungen
  • Enuresis/Enkopresis
  • Schlafstörungen
  • Essstörungen (Anorexie, Bulimie, Adipositas, Binge Eating)
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Substanzmissbrauch und –abhängigkeit
  •  Psychosomatische Erkrankungen (z. B. Neurodermitis, chronischer Schmerz,  Asthma bronchiale)

In der Regel umfasst eine Kurzzeittherapie 25 Einzeltherapiestunden sowie 6 Bezugspersonenstunden. Eine Langzeittherapie umfasst 45 Einzelstunden mit dem Kind/ Jugendlichen sowie 11 Bezugspersonenstunden.

 

Säuglings/ Kleinkind Psychotherapie

„Unter fünf gesunden Babys und Kleinkindern findet sich mindestens eines, das durch unstillbares Schreien, Schlafstörungen, Nahrungsverweigerung, chronische Unzufriedenheit und Misslaunigkeit, motorische Umtriebigkeit und Spielunlust, permanentes Fordern von Aufmerksamkeit und Beschäftigung, ängstliches Klammern und wütendes Trotzen, erhebliche Anforderungen an die Erziehungs- und Beziehungskompetenzen seiner Eltern stellt.“ (Papoušek, Schieche & Wurmser, 2003).

Dieses Spektrum an Störungen im Alter von 0-3 Jahren wird als „frühkindliche Regulationsstörungen“ bezeichnet. Viele betroffene Eltern fühlen sich noch immer hilflos und mit ihren Problemen allein gelassen. Speziell für diese frühen Störungen wurde ein kommunikationszentriertes Behandlungskonzept entwickelt, mit dem diese Kinder und ihre Eltern wirksam behandelt werden können. Auch in der Arbeit mit Müttern mit postnataler Depression hat sich diese Methode als sehr wirksam erwiesen. Im Mittelpunkt der Diagnostik und Psychotherapie stehen bei dieser Arbeit die Kommunikation und Beziehungen in den alltäglichen Interaktionen zwischen Eltern und Kind.

Die Dauer der Behandlung liegt je nach Schwere und Chronifizierung der Symptomatik zwischen 5 und 25 Behandlungssitzungen.

 

Gruppentherapie

Viele Schwierigkeiten von Kindern und Jugendlichen zeigen sich vor allem in der Gleichaltrigengruppe. Daher ist die psychotherapeutische Behandlung verschiedener Störungsbilder in der Gruppe sinnvoll. Dies betrifft z.B. soziale Ängste, depressive Erkrankungen, Aufmerksamkeits- und Hyperaktivitätsstörungen, Störungen des Sozialverhaltens oder Essstörungen. Darüber hinaus ist es für Kinder und Jugendliche häufig entlastend zu sehen, dass es andere Gleichaltrige gibt, die ähnliche Probleme haben und sich darüber austauschen zu können. Die Kinder/ Jugendlichen lernen am Modell und können ggfls. konstruktive Bewältigungsstrategien der Anderen übernehmen

 

Training sozialer Kompetenzen

Ist ein Paradebeispiel für eine wirksame, standardisierte Form der Gruppenarbeit. Häufig wird es eingesetzt zur Behandlung sozialer Ängste, depressiver Erkrankungen und bei selbstunsicheren Kindern.

 

Konzentrationstraining in der Gruppe

Vor allem Kinder mit Aufmerksamkeitsproblemen können in der Gruppe Fähigkeiten erlernen, um in Schule und Alltag besser zurecht zu kommen.

Durch konzentrationsfördernde Spiele und Arbeitsmaterialen lernen die Kinder Strategien zur Selbstorganisation und Verbesserung der Konzentrationsfähigkeit.

 

Entspannungstechniken für Kinder und Jugendliche

Entspannungsverfahren haben in der Verhaltenstherapie einen festen Platz bei der Behandlung verschiedener Störungen. Sie führen zu einem physiologischen und psychischen Erregungsabbau. Mit der Beruhigung und Abnahme diverser Körperreaktionen wie z. B. Stoffwechsel, Herztätigkeit, Atmung und Muskelaktivitäten gehen positive kognitive und emotionale Auswirkungen einher. Diese psychischen Wirkungen führen zu günstigen Bedingungen, die z. B. für Lernprozesse, die Durchführung von Konzentrationsprogrammen oder die konkrete Bewältigung akuter Situationen z. B. bei Ängsten oder auch bei körperlichen chronischen Erkrankungen hilfreich sind.

Folgende Entspannungsverfahren kommen zum Einsatz:

  • Sensorische Entspannung (z. B. Progressive Muskelentspannung (PMR) Atementspannung)
  • Imaginative Entspannung (Entspannungsgeschichten)
  • Kognitive Entspannung (z. B. autogenes Training)
  •  

Meist werden Entspannungsverfahren mit der Einzel- oder Gruppentherapie gekoppelt. Es kann aber auch eine für sich stehende Entspannungsgruppe angeboten werden, um verschiedene Entspannungsverfahren kennen zu lernen und den Effekt zu intensivieren.

 

 

Die Gruppentherapie kann in Kombination mit einer Einzeltherapie oder als für sich stehende Therapie durchgeführt werden.

Über aktuelle Gruppentherapieangebote können Sie sich gerne per Email oder telefonisch informieren.

 

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